
Ort
Hotel St. Gotthard
Bahnhofstrasse 87
8001 Zürich
Das Hotel befindet sich nur zwei Gehminuten vom Hauptbahnhof Zürich entfernt und ist bequem zu Fuss erreichbar.
Zeit
Türöffnung: 11.45
12.00 – 13.00 Uhr Vortrag
ab 13.00 Uhr Ausklang & Gespräche
Teilnahme
Der Vortrag ist öffentlich. Der Eintritt ist frei, jedoch nur mit vorgängiger Anmeldung möglich. Die Platzzahl ist beschränkt.
Prof. Dr. Mathias Binswanger spricht über eine zentrale Frage unserer Zeit: Warum führt wirtschaftliches Wachstum nicht automatisch zu mehr individueller Wohlfahrt?
In seinen Arbeiten – unter anderem in Die Tretmühlen des Glücks und Sinnlose Wettbewerbe – zeigt er, dass steigendes BIP und steigende Lebenszufriedenheit keineswegs deckungsgleich sind. Wachstum erhöht die wirtschaftliche Aktivität. Entscheidend ist jedoch, was pro Person tatsächlich ankommt und wie sich Lebensqualität entwickelt.
Binswanger analysiert die psychologischen «Tretmühlen» des modernen Wohlstands, den strukturellen Wachstumsdruck unserer Wirtschaft und die Differenz zwischen quantitativer Expansion und echter Wohlfahrt.
Für ecologie suisse ist diese Unterscheidung zentral.
Wir fragen nicht nur: Wie stark wächst die Schweiz?
Sondern: Wächst sie in Richtung nachhaltiger gemeinsamer Wohlfahrt?
Ein Vortrag, der ökonomische Analyse mit gesellschaftlicher Weitsicht verbindet – sachlich und fundiert.
Ökonom, Wachstumskritiker und unabhängiger Denker im Spannungsfeld von Markt, Geldsystem und realer Wohlfahrt.
Mathias Binswanger (*1962) ist Professor für Volkswirtschaftslehre an der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW) und einer der profiliertesten Wachstumskritiker im deutschsprachigen Raum.

Seine Arbeiten hinterfragen die verbreitete Gleichsetzung von wirtschaftlichem Wachstum und gesellschaftlicher Wohlfahrt.
Im Zentrum seiner Analysen steht die Frage, warum moderne Volkswirtschaften strukturell auf permanentes Wachstum angewiesen sind – selbst dann, wenn der reale Nutzen für Lebensqualität, Umwelt und soziale Stabilität fraglich bleibt.
Binswanger argumentiert nicht ideologisch, sondern systemanalytisch: Wachstum ist kein Selbstzweck. Entscheidend ist, ob es die reale Wohlfahrt erhöht – oder lediglich statistische Grössen aufbläht.
Für die Debatte über nachhaltige Wohlfahrt in der Schweiz liefert er damit eine ökonomische Perspektive, die über kurzfristige Marktlogik hinausweist.